Wissenswertes
Häufige Fragen & Erklärungen
Wissenswertes - Häufige Fragen & Erklärungen
In unserer Wissensdatenbank finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen sowie umfangreiche Informationen zu unseren Dienstleistungen und zerstörungsfreien Prüfverfahren (ZfP). Die Datenbank bietet einen einfachen Zugang zu Fachwissen und nützlichen Erklärungen zu allen Aspekten der Prüf- und Inspektionstechnologie, die bei Metal Check zum Einsatz kommen.
Von detaillierten Informationen zu akkreditierten Verfahren über Erklärungen zu technischen Begriffen bis hin zu praktischen Tipps – unsere Wissensdatenbank deckt alles ab, was Sie für Ihre Projekte benötigen. Zudem erfahren Sie hier mehr über die innovative Software von Metal Check und deren Beitrag zur Prozessoptimierung und Qualitätssicherung.
Für weiterführende Fragen oder individuelle Beratungen stehen wir Ihnen gerne persönlich zur Verfügung. Nutzen Sie dazu unser Kontaktformular oder rufen Sie uns direkt an.

Haftungsausschluss: Die auf dieser Webseite bereitgestellten Informationen wurden sorgfältig und nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Trotz aller Sorgfalt können wir jedoch keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte übernehmen. Die Nutzung der Informationen erfolgt auf eigene Gefahr. Jegliche Haftung für Schäden, die direkt oder indirekt aus der Nutzung dieser Webseite entstehen, wird ausgeschlossen. Bitte beachten Sie, dass unsere Inhalte keine individuelle Beratung ersetzen.
Allgemeines über Metal Check
Metal Check wurde 2015 gegründet und hat sich seitdem zu einem etablierten Dienstleister in der zerstörungsfreien Prüfung (ZfP) entwickelt. Durch kontinuierliches Wachstum, den Ausbau neuer Standorte und die Entwicklung eigener Technologien ist Metal Check heute ein zuverlässiger Partner für Kunden aus verschiedenen Branchen.
Bis zum Rebranding der Metal Check Gruppe 2024 waren die Farben Rot und Blau fest mit den Standorten verbunden. Rot repräsentierte den Standort in Österreich und wurde in Anlehnung an die rote Farbe der österreichischen Nationalflagge gewählt. Blau symbolisierte den Standort in Deutschland und spiegelte die Farben der bayerischen Flagge wider.
Metal Check hat sich im Rahmen des Rebrandings im Jahr 2024 für die Farbe Grün entschieden, um zentrale Unternehmenswerte und -ziele zu unterstreichen. Grün symbolisiert Naturverbundenheit, Wachstum und Nachhaltigkeit. Durch die Wahl dieser Farbe signalisiert Metal Check ein starkes Engagement für umweltfreundliche Praktiken und nachhaltige Entwicklung. Zudem steht Grün für Balance und Harmonie, was die Unternehmensphilosophie widerspiegelt, qualitativ hochwertige Dienstleistungen im Einklang mit ökologischen Standards zu erbringen. Die Entscheidung für Grün im Branding zielt darauf ab, Kunden und Partnern die Bedeutung von Nachhaltigkeit und verantwortungsbewusstem Handeln im Unternehmenskontext zu vermitteln
Bis zum Rebranding der Metal Check Gruppe im Jahr 2024 verwendete jede Firma ein leicht abgeändertes Logo.
Im Zuge des Rebrandings wurden diese durch ein einheitliches Logo der Metal Check Group ersetzt.
Altes Metal Check Österreich Logo:
Altes Metal Check Deutschland Logo:
Altes Metal Check Service Logo:
Metal Check arbeitet branchenübergreifend und bedient Kunden aus den
- Bereichen Anlagenbau- und betrieb
- Automobilindustrie
- Behälterbau
- Brückenbau
- Chemie- und Petrochemieindustrie
- Gießereien, Energieerzeugung (Kraftwerke, Nukleartechnik, Windkraft)
- Kranbau
- Motorsport
- Pipeline- und Rohrleitungsbau
- Raffinerien
- Schmieden
- Stahl- und Maschinenbau
- Vergnügungsparks
- Öl- und Gasindustrie
- Schienenverkehr
- Schiffbau und Offshore-Technik
- Luft- und Raumfahrt
und weiteren.
Metal Check verfügt über mittlerweile 5 Standorte in Deutschland und Österreich, darunter zählen
- Kremsmünster (AT)
- Wien (AT)
- Burgkirchen an der Alz (DE)
- Hamburg (DE)
- Braunau am Inn (Verwaltungsstandort)
Diese Standorte sind strategisch gewählt, um flexibel und schnell auf die Anforderungen unserer Kunden reagieren zu können.
Metal Check ist nach DIN EN ISO/IEC 17025:2018 akkreditiert und erfüllt höchste Anforderungen in der zerstörungsfreien Prüfung.
Wir bieten zudem ASME-konforme Prüfungen an und stellen sicher, dass alle Leistungen die relevanten Normen und Standards erfüllen.
Ja, Metal Check bietet alle Prüfverfahren auch mobil an.
Mit speziell ausgerüsteten Labor- und Werkstattwagen sind wir in der Lage, Prüfungen direkt bei unseren Kunden vor Ort durchzuführen.
Ja, neben den ZfP-Dienstleistungen bieten wir auch Beratungs- und Unterstützungsleistungen an.
Unser Team hilft bei der Auswahl der passenden Prüfverfahren, berät bei Normfragen und unterstützt bei komplexen Projekten.
Metal Check bietet auf Schweiß- und Prüfaufsicht sowie Projektmanagement
Wir bieten praxisorientierte ZfP-Schulungen und Weiterbildungen gemäß EN ISO 9712 an. Unsere Schulungsräume sind an mehreren Standorten verfügbar, und wir bieten auch Inhouse-Schulungen an, die speziell auf die Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnitten sind.
Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil unserer Firmenphilosophie.
Metal Check setzt auf umweltfreundliche Lösungen wie den Einsatz von Elektrofahrzeugen, Solarenergie und papierlose Dokumentation.
Das gewählte Rechenzentrum zum Hosten der in-house entwickelten ZfP-Software wird zudem zu einem großen Teil mit erneuerbaren Energien betrieben, um unseren ökologischen Fußabdruck weiter zu reduzieren.
Metal Check erstellt die Prüfdokumentation mit einer eigens entwickelten ZfP-Software, die alle Prüfungen effizient und normgerecht dokumentiert. Die Software ermöglicht die präzise Erfassung und Speicherung sämtlicher Prüfergebnisse und stellt sicher, dass Berichte strukturiert, revisionssicher und den Qualitätsstandards entsprechend erstellt werden. Dank des integrierten Kundenviewers haben Kunden jederzeit die Möglichkeit, ihre Prüfergebnisse und Berichte online einzusehen und herunterzuladen. Durch automatisierte Prozesse und digitale Signaturen gewährleistet Metal Check eine lückenlose, transparente und schnell abrufbare Dokumentation für Kunden.
Metal Check nutzt eine eigens gehostete Cloud-Lösung, über die die Prüfergebnisse der RT-CR Prüfung sicher und effizient übermittelt werden können. Die Ergebnisse und Daten Verlassen nie Server, welche nicht unter der Kontrolle von Metal Check stehen. Da die Dateigrößen bei großen Projekten oft mehrere Gigabyte umfassen, ist die Cloud ideal, um den schnellen Zugriff auf große Datenmengen zu gewährleisten. Kunden können die Ergebnisse jederzeit und ohne Einschränkungen direkt aus der Cloud herunterladen.
Wichtige Normen in der zerstörungsfreien Prüfung (ZfP)
Im Bereich der zerstörungsfreien Prüfung sind zahlreiche Normen zu beachten, die Qualitäts- und Sicherheitsstandards festlegen. Diese Normen sind für die Durchführung und Zertifizierung von Prüfungen entscheidend. Hier ist eine Liste der wichtigsten Normen für ZfP-Verfahren und allgemein anerkannte Standards in diesem Bereich:
- DIN EN ISO 9712 – Zertifizierung von Personal für zerstörungsfreie Prüfung (Qualifikation und Zertifizierung von ZfP-Personal in verschiedenen Methoden wie UT, RT, PT, MT, etc.)
- DIN EN ISO/IEC 17025 – Allgemeine Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien (Basis für Akkreditierung und Qualitätssicherung von Prüflaboren)
- ASME Section V – Nondestructive Examination (Norm des American Society of Mechanical Engineers für zerstörungsfreie Prüfungen, insbesondere in der Druckgeräte- und Kesselherstellung)
- ASTM E1444/E1444M – Standard Practice for Magnetic Particle Testing (Regelwerk für die Magnetpulverprüfung, häufig in der Luftfahrt und Automobilindustrie genutzt)
- ASTM E1417/E1417M – Standard Practice for Liquid Penetrant Testing (Norm für die Durchführung von Eindringprüfungen zur Oberflächenprüfung)
- EN 12668 – Charakterisierung und Verifizierung von Ultraschallgeräten (Vorgaben für die Qualität und Wartung von Ultraschallgeräten in der ZfP)
- DIN EN ISO 17640 – Zerstörungsfreie Prüfung von Schweißverbindungen – Ultraschallprüfung
- DIN EN ISO 11666 – Zerstörungsfreie Prüfung von Schweißverbindungen – Akzeptanzgrenzen für Schweißnahtunregelmäßigkeiten bei der Ultraschallprüfung
- DIN EN 10228 – Zerstörungsfreie Prüfung von Schmiedestücken (Prüfungen von Werkstücken wie Schmiedestücken im Maschinen- und Anlagenbau)
- DIN EN ISO 3452-1 – Zerstörungsfreie Prüfung – Eindringprüfung – Allgemeine Grundlagen
- DIN EN ISO 9934-1 – Zerstörungsfreie Prüfung – Magnetpulverprüfung – Allgemeine Grundlagen
- DIN EN ISO 19232 – Zerstörungsfreie Prüfung – Bildgüte von Radiogrammen – Grundlage zur Bewertung der Röntgenaufnahmen
- EN 13445 – Unbefeuerte Druckbehälter (Norm für die Konstruktion und Prüfung von unbefeuerten Druckbehältern)
- EN 12952 und EN 12953 – Wasserrohrkessel und Großwasserraumkessel (Normen für die Prüfung und Zertifizierung von Druckgeräten und Kesseln)
- EN ISO 20807 – Leitlinie zur Prüfung von Werkstoffen mit Wirbelstrom (Beschreibung von Verfahren und Anforderungen an Wirbelstromprüfungen)
- EN ISO 3059 – Zerstörungsfreie Prüfung – Sichtprüfung (Grundlagen für die Durchführung der Sichtprüfung und der Beleuchtung für Sichtprüfungen)
- ISO 17643 – Prüfung von Schweißverbindungen – Magnetpulverprüfung (Vorgaben für die Durchführung und Dokumentation der Magnetpulverprüfung an Schweißverbindungen)
- DIN 54111 – Durchstrahlungsprüfung mit Röntgen- und Gammastrahlen (Festlegungen zur Röntgenprüfung, häufig für die Industrie und in sicherheitskritischen Bereichen verwendet)
Prüfverfahren in der ZfP
Dichtheitsprüfungen sind entscheidend, um Leckagen in geschlossenen Systemen zu identifizieren. Diese Verfahren kommen besonders bei Druckbehältern, Rohrleitungen und komplexen Anlagen zum Einsatz.
Alles zur Dichtheitsprüfung (LT)
Die Farbeindringprüfung eignet sich hervorragend zur Detektion von Oberflächenfehlern. Sie findet Anwendung in der Metallverarbeitung bis hin zur Luftfahrt.
Alles zur Farbeindringprüfung (PT)
Die Härteprüfung gibt Aufschluss über die Materialfestigkeit und wird häufig zur Qualitätskontrolle in der Fertigung eingesetzt. H
Alles zur Härteprüfung (HT)
Speziell zur Erkennung von Korrosion und Ablagerungen in Anlagen und Rohren bieten wir Korrosionsprüfungen an, die auch komplexe Verunreinigungen und Materialschäden sichtbar machen.
Ein bewährtes Verfahren zur Erkennung von Oberflächen- und Nahoberflächenfehlern in ferromagnetischen Materialien.
Alles zur Magnetpulverprüfung (MT)
Die Positive Material Identifikation (PMI) ermöglicht die genaue Bestimmung der Materialzusammensetzung. Dieses Verfahren ist unverzichtbar für sicherheitskritische Branchen wie die Petrochemie und das Rohrleitungswesen.
Die Röntgenprüfung (RT) ist ein zerstörungsfreies Prüfverfahren, bei dem Röntgenstrahlung verwendet wird, um innere Defekte oder Unregelmäßigkeiten in Materialien und Bauteilen sichtbar zu machen. Das analoge Verfahren nutzt Film als Detektor, auf dem die Strahlenintensität nach Durchdringen des Prüfobjekts abgebildet wird. Unterschiede in der Strahlenabsorption zeigen Materialfehler wie Poren, Risse oder Einschlüsse.
Die Röntgen- bzw. Durchstrahlungsprüfung (RT-CR) ist ein zerstörungsfreies Prüfverfahren, das mithilfe von Röntgenstrahlen Materialfehler wie Risse, Poren oder Einschlüsse sichtbar macht. Dabei wird die Strahlung durch das Prüfobjekt geleitet und von einem digitalen Detektor aufgenommen, anstelle des traditionellen Röntgenfilms.
Die digitale Methode ermöglicht eine schnellere Verarbeitung der Ergebnisse, eine bessere Bildqualität und eine vereinfachte Speicherung und Analyse der Daten.
Alles zur Röntgen / Durchstrahlungsprüfung – digital (RT-CR)
Die Ultraschallprüfung (UT) nutzt Schallwellen zur Detektion von Materialfehlern im Inneren eines Bauteils. Die zurückgeworfenen Schallwellen werden analysiert, um innere Defekte wie Risse zu erkennen. Besonders geeignet für Metalle und drucktragende Strukturen.
Alles zur Ultraschallprüfung (UT)
PAUT ist eine fortgeschrittene Ultraschallmethode, die mit mehreren Schallwinkeln arbeitet und 3D-Abbildungen von Bauteilen erstellt. Ideal für komplexe Geometrien und detaillierte Prüfungen von Schweißnähten.
Alles zu Ultraschall – Phased Array (PAUT)
TOFD misst die Laufzeit von Schallwellen, die an Fehlerkanten gebeugt werden, um Fehlergröße und -tiefe präzise zu bestimmen. Besonders genau für tiefere Fehleranalysen, häufig kombiniert mit UT oder PAUT für umfassende Ergebnisse.
Die Visuelle Prüfung (VT) ist ein zerstörungsfreies Verfahren, bei dem die Oberfläche eines Prüfobjekts mit bloßem Auge oder Hilfsmitteln auf sichtbare Fehler wie Risse, Kerben oder Korrosion untersucht wird. Sie ist einfach, schnell und kostengünstig, jedoch auf oberflächennahe Fehler beschränkt.
Alles zu Visuelle Prüfung (VT)
Die Wanddickenmessung wird zur Bestimmung der Materialstärke eingesetzt. Bei der radiographischen Methode (RT-WD) erfolgt die Messung mithilfe von Röntgenstrahlen, die durch das Material dringen und Absorptionsunterschiede sichtbar machen. Die Ultraschallmethode (US-WD) nutzt reflektierte Ultraschallwellen, um die Wandstärke präzise und zerstörungsfrei zu messen. Beide Verfahren dienen der Qualitätssicherung und Zustandsüberwachung.
Alles zu Wanddickenmessung (RT-WD / US-WD)
Die Wirbelstromprüfung (ET) ist ein zerstörungsfreies Prüfverfahren, bei dem ein elektromagnetisches Wechselfeld in ein leitfähiges Material induziert wird. Änderungen im Wirbelstromfluss, etwa durch Risse oder Materialfehler, beeinflussen das Magnetfeld und werden gemessen. Dieses Verfahren eignet sich besonders für die Prüfung von elektrisch leitenden Materialien auf Oberflächen- und oberflächennahe Fehler.
Alles zu Wirbelstromprüfung (ET)
Zerstörungsfreie Werkstoffprüfung (ZfP)
Die Zerstörungsfreie Prüfung (ZfP) ist eine Methode zur Untersuchung von Materialien und Bauteilen auf Fehler oder Schäden, ohne sie dabei zu beschädigen. Sie ermöglicht die Erkennung von Rissen, Poren, Einschlüsse und anderen Defekten, die die Sicherheit und Funktionalität eines Bauteils beeinträchtigen könnten. Die ZfP kommt in vielen Branchen zum Einsatz, darunter Luftfahrt, Energieerzeugung, Maschinenbau und Petrochemie, und umfasst Verfahren wie Ultraschallprüfung, Röntgenprüfung, Magnetpulverprüfung und Farbeindringprüfung. Diese Methoden sorgen dafür, dass Bauteile und Materialien zuverlässig und sicher eingesetzt werden können, ohne sie zu beeinträchtigen.
Iridium-192, Cobalt-60 und Selen-75 sind radioaktive Isotope, die in der zerstörungsfreien Prüfung (ZfP), speziell in der Durchstrahlungsprüfung (Radiografie) analog und digital, eingesetzt werden. Diese Isotope emittieren Gammastrahlung, die Materialien durchdringt und ermöglicht, innere Strukturen und mögliche Defekte in Werkstoffen sichtbar zu machen.
- Iridium-192: Wird häufig verwendet, da es eine mittlere Strahlungsenergie hat und gut für die Prüfung von Materialien mit mittlerer Dicke geeignet ist.
- Cobalt-60: Besitzt eine höhere Strahlungsenergie und eignet sich für die Durchdringung dickerer Materialien. Es wird oft für schwere und dichte Materialien, wie bestimmte Metalle, eingesetzt.
- Selen-75: Hat eine niedrigere Strahlungsenergie und eignet sich besonders für dünnere Materialien. Selen-75 wird oft in Bereichen eingesetzt, wo eine geringere Strahlenexposition erwünscht ist.
Diese Isotope werden in der Industrie wegen ihrer unterschiedlichen Energieniveaus und Eigenschaften gezielt ausgewählt, um spezifische Materialien und Bauteildicken effizient prüfen zu können.
Die Diffraktion ist ein wichtiger Effekt bei der Time of Flight Diffraction (T.O.F.D.)-Prüfung, einem zerstörungsfreien Prüfverfahren zur Detektion und Messung von Rissen oder Fehlern in Materialien. Bei der T.O.F.D.-Prüfung werden Ultraschallwellen durch das Prüfmaterial gesendet, die an Materialfehlern diffraktieren, also abgelenkt werden. Dieses Phänomen der Diffraktion tritt auf, wenn die Ultraschallwellen auf eine Kante oder Spitze eines Fehlers treffen, zum Beispiel bei einem Riss.
Durch die Analyse der Zeit, die die Ultraschallwellen benötigen, um vom Fehlersignal zurückzukehren, kann die genaue Position und Größe des Fehlers im Material bestimmt werden. Die T.O.F.D.-Methode ist äußerst präzise und bietet im Vergleich zu anderen Prüfverfahren eine sehr hohe Genauigkeit bei der Rissdetektion. Diffraktion ist dabei entscheidend, da sie das Signal liefert, das für die Analyse benötigt wird, und eine detaillierte und zerstörungsfreie Untersuchung der Materialstruktur ermöglicht.
Die zerstörungsfreien Prüfmethoden Ultraschallprüfung (UT), Phased Array Ultraschallprüfung (PAUT) und Time of Flight Diffraction (TOFD) unterscheiden sich in ihrer Technik und ihrem Anwendungsbereich. Alle drei Verfahren setzen Ultraschallwellen ein, um Materialfehler zu erkennen, unterscheiden sich jedoch in der Art und Weise, wie die Wellen erzeugt und verarbeitet werden.
- Ultraschallprüfung (UT): Die klassische UT-Methode sendet eine einzelne Ultraschallwelle in das Material. Die reflektierten Signale (Echo) werden analysiert, um Defekte zu erkennen. UT ist eine bewährte und weit verbreitete Methode, die besonders für einfache Defektsuche und -messung in Materialien genutzt wird. Sie bietet eine solide Basis für Fehlererkennung, ist jedoch eingeschränkter bei der Detektion von komplexen oder schrägen Defekten.
- Phased Array Ultraschallprüfung (PAUT): PAUT ist eine Weiterentwicklung der klassischen UT-Methode und nutzt ein Array aus mehreren Ultraschallsendern, die gesteuert werden, um Schallwellen in einem präzisen Winkel zu erzeugen. Dies ermöglicht eine detaillierte, dynamische Abbildung des Prüfmaterials in 2D oder 3D und bietet eine höhere Auflösung und Genauigkeit. Durch die flexible Steuerung der Wellen kann PAUT komplexe Defekte und größere Flächen abdecken und ist ideal für anspruchsvolle Prüfungen in der industriellen Qualitätssicherung.
- Time of Flight Diffraction (TOFD): TOFD basiert auf der Messung der Laufzeit (Time of Flight) von Ultraschallwellen, die an den Kanten eines Fehlers diffraktieren. Im Gegensatz zu UT und PAUT, die auf reflektierte Signale angewiesen sind, nutzt TOFD das Diffraktionsphänomen, um Fehler unabhängig von ihrer Orientierung zu erkennen. Diese Methode bietet eine sehr hohe Genauigkeit bei der Fehlergröße und -position und wird oft in der Rissdetektion sowie in der Nachprüfung von Schweißnähten eingesetzt.
Zusammengefasst lässt sich sagen: UT ist eine bewährte Standardmethode für grundlegende Fehlererkennung, PAUT bietet eine flexible und detaillierte Abbildung für anspruchsvollere Inspektionen, und TOFD ist besonders präzise in der Erkennung und Vermessung von Rissen und komplexen Defekten.
Ein Koppelmittel ist eine Substanz, die bei der zerstörungsfreien Prüfung, insbesondere bei Ultraschallprüfverfahren wie UT, PAUT und TOFD, zwischen den Prüfkopf (Ultraschallsonde) und die Oberfläche des Prüfmaterials aufgetragen wird. Das Koppelmittel hat die Aufgabe, Luftblasen oder Hohlräume zu vermeiden und den direkten Kontakt zwischen Sonde und Material sicherzustellen.
Da Ultraschallwellen nur schwer durch Luft übertragen werden, sorgt das Koppelmittel dafür, dass die Schallwellen effizient vom Prüfkopf in das Material und zurück übertragen werden. Dadurch wird die Genauigkeit und Qualität der Messung erheblich verbessert. Häufig verwendete Koppelmittel sind Wasser, Glycerin, spezielle Gele oder Öle, die eine hohe Dichte und gute Haftung bieten.
Ohne ein geeignetes Koppelmittel könnten die Ultraschallwellen gestreut oder gedämpft werden, was zu ungenauen Ergebnissen oder einem kompletten Verlust des Prüfsignals führen würde. Daher ist das Koppelmittel ein wesentlicher Bestandteil der Ultraschallprüfung.
Ein Molch ist ein Inspektionsgerät, das in Rohrleitungen eingesetzt wird, um diese auf Schäden, Korrosion oder Ablagerungen zu überprüfen. In der zerstörungsfreien Prüfung (ZfP) wird der Molch mit verschiedenen Technologien ausgestattet, darunter Sensoren für Ultraschall, Magnetfeldmessungen oder auch Röntgenprüfungen.
Bei der Röntgenprüfung wird ein Molch verwendet, der eine Röntgenquelle und einen Detektor enthält. Während er sich durch die Leitung bewegt, durchstrahlt die Röntgenstrahlung die Rohrwand, und der Detektor erfasst Materialfehler wie Risse, Wandstärkenveränderungen oder Einschlüsse. Dieses Verfahren ermöglicht eine präzise Inspektion von Rohrsystemen und Schweißnähten, ohne diese außer Betrieb nehmen zu müssen.
Der Unterschied zwischen zerstörungsfreier Prüfung (ZfP) und zerstörender Prüfung liegt darin, dass die ZfP Methoden anwendet, die das Material oder Bauteil intakt lassen, sodass es weiterhin verwendet werden kann. Bei der zerstörenden Prüfung wird das Material belastet oder beschädigt, um seine Eigenschaften zu analysieren, wodurch das Bauteil danach meist unbrauchbar ist. Die ZfP ist daher ideal für die laufende Qualitätssicherung und Wartung, während die zerstörende Prüfung eher in der Forschung oder zur Materialentwicklung eingesetzt wird.
Die Vorteile der zerstörungsfreien Prüfung liegen darin, dass das Material oder Bauteil nicht beschädigt wird und weiterhin verwendet werden kann. ZfP-Methoden sind oft schneller, kostengünstiger und ermöglichen die kontinuierliche Überwachung von Materialzustand und Struktur. Dies ist besonders in sicherheitskritischen Branchen wie der Luftfahrt, Energieerzeugung und Automobilindustrie von Bedeutung.
Die zerstörungsfreie Werkstoffprüfung wird in vielen Branchen angewendet, darunter die Luft- und Raumfahrt, Automobilindustrie, Energieerzeugung, Bauindustrie sowie Öl- und Gasindustrie. Überall dort, wo die Integrität und Sicherheit von Bauteilen und Anlagen entscheidend ist, spielt die ZfP eine wesentliche Rolle.
Mit der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung können viele Materialien untersucht werden, darunter Metalle, Verbundwerkstoffe, Keramik, Kunststoffe und Beton. Die Wahl der Methode hängt von den Materialeigenschaften und den Anforderungen der Prüfung ab.
Die zerstörungsfreie Prüfung mit radioaktiven Isotopen ist sicher, wenn alle Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden. Die Nutzung erfolgt in geschlossenen Systemen und ist reguliert, um den Kontakt mit radioaktiven Strahlen auf ein Minimum zu reduzieren.
Die Prüfgeräte sind für den Einsatz in kontrollierten Umgebungen entwickelt, sodass die Sicherheit der Anwender und der Umwelt gewährleistet ist.
Die Qualität der zerstörungsfreien Prüfungen wird durch standardisierte Verfahren, regelmäßige Kalibrierung der Geräte und die Qualifizierung des Personals sichergestellt. Zertifikate wie DIN EN ISO/IEC 17025:2018 stellen sicher, dass die Prüfverfahren und -geräte internationalen Normen entsprechen.
Typische Fehler und Defekte, die mit der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung erkannt werden können, sind Risse, Korrosion, Schweißfehler, Porosität und Materialermüdung. Die ZfP kann diese Defekte frühzeitig identifizieren und so zur Lebensdauerverlängerung und Sicherheit der Bauteile beitragen.
Nicht alle Defekte können mit der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung erkannt werden. Die Genauigkeit hängt von der verwendeten Methode, der Materialbeschaffenheit und der Art des Defekts ab. Mikrodefekte oder sehr kleine Risse erfordern spezielle Methoden wie die Phased Array oder TOFD-Prüfung.
Die Oberflächenbeschaffenheit des Materials hat einen großen Einfluss auf die Genauigkeit der zerstörungsfreien Prüfung. Unebenheiten, Verunreinigungen oder Beschichtungen können die Signale beeinflussen und die Erkennung von Defekten erschweren. Eine gründliche Reinigung und Vorbereitung der Oberfläche ist daher oft notwendig.
In der Luft- und Raumfahrtindustrie spielt die zerstörungsfreie Prüfung eine entscheidende Rolle, da höchste Sicherheitsstandards erforderlich sind. Hier werden Verfahren wie Ultraschallprüfung, Durchstrahlungsprüfung und Magnetpulverprüfung eingesetzt, um die Integrität von Komponenten wie Tragflächen, Rümpfen und Triebwerken sicherzustellen.
Schweißnähte werden häufig mit Ultraschallprüfung, Magnetpulverprüfung oder Durchstrahlungsprüfung auf Defekte wie Risse, Einschlüsse oder Poren untersucht. Die Wahl des Verfahrens hängt von der Schweißnaht und den Anforderungen an die Qualität und Sicherheit ab.
ZfP-Prüfer benötigen in der Regel Zertifikate wie ISO 9712 oder ASNT NDT Level II und III, die den Prüfern je nach Verfahren und Erfahrungsgrad spezifische Fähigkeiten bescheinigen. Regelmäßige Schulungen und Prüfungen sind erforderlich, um die Qualifikation auf dem neuesten Stand zu halten.
Ja, mit hochauflösenden Verfahren wie der Phased Array Ultraschallprüfung oder Time of Flight Diffraction (TOFD) können Mikrodefekte und Haarrisse erkannt werden. Diese Methoden bieten eine präzise Abbildung des Materials und ermöglichen die Identifikation sehr feiner Fehlerstrukturen.
Die Dicke des Materials beeinflusst die Wahl der ZfP-Methode erheblich. Für dickere Materialien sind oft Methoden wie die Durchstrahlungsprüfung oder Cobalt-60 Ultraschallprüfung erforderlich, da diese Wellenlängen tiefer ins Material eindringen. Dünnere Materialien können oft mit Standard-Ultraschall- oder Magnetpulverprüfung untersucht werden.
In der ZfP kommen verschiedene Auswertungsmethoden zum Einsatz, darunter Bildauswertung bei der Radiographie, Signalanalyse bei der Ultraschallprüfung und automatisierte Softwarelösungen zur Auswertung großer Datenmengen. Die Wahl der Auswertungsmethode hängt vom Prüfverfahren und der benötigten Genauigkeit ab.
In der Produktion neuer Bauteile wird die zerstörungsfreie Prüfung verwendet, um die Qualität und Integrität der Materialien sicherzustellen. So können frühzeitig mögliche Defekte erkannt und behoben werden, bevor das Bauteil in Betrieb genommen wird. Dies ist besonders in der Automobil- und Luftfahrtindustrie gängige Praxis.
Bei der zerstörungsfreien Prüfung von Verbundmaterialien ergeben sich Herausforderungen durch die unterschiedlichen Materialeigenschaften innerhalb der Schichten. Die Wellenbrechung und Absorption der Signale kann variieren, wodurch spezifische ZfP-Methoden wie Ultraschall oder thermische Prüfung angepasst werden müssen.
Die zerstörungsfreie Prüfung von Druckbehältern und Rohrleitungen erfolgt in der Regel mit Ultraschall, Durchstrahlungs- und Magnetpulverprüfungen, um Korrosion, Risse und Materialschwächen zu erkennen. Inspektionsmolche können ebenfalls eingesetzt werden, um Schäden innerhalb der Leitungen festzustellen.
Die Korrosion und Materialermüdung können durch zerstörungsfreie Verfahren wie Ultraschallprüfung, Röntgenprüfung und Magnetpulverprüfung erkannt werden. Diese Methoden erlauben eine regelmäßige Überwachung, sodass potenzielle Materialermüdung frühzeitig festgestellt und die Sicherheit erhöht wird.
In der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung gelten verschiedene Normen und Standards, darunter die DIN EN ISO/IEC 17025:2018 für Prüflabore und die ISO 9712 für die Qualifikation von Prüfpersonal. Diese Standards stellen sicher, dass Prüfverfahren weltweit anerkannt und einheitlich durchgeführt werden.
Die Kalibrierung von ZfP-Geräten ist der Prozess der genauen Einstellung und Überprüfung der Geräte, um sicherzustellen, dass die Messungen präzise und verlässlich sind. Eine regelmäßige Kalibrierung ist entscheidend, um Fehler zu minimieren und verlässliche Prüfergebnisse zu erhalten.
Durch regelmäßige zerstörungsfreie Prüfungen können Defekte frühzeitig erkannt und behoben werden, was die Lebensdauer der Maschinen verlängert. Die präventive Wartung auf Basis von ZfP-Ergebnissen führt oft zu längeren Wartungsintervallen und einer erhöhten Maschinenverfügbarkeit.
Ja, die zerstörungsfreie Prüfung kann auch zur Prüfung von Kunststoffen eingesetzt werden. Methoden wie Ultraschallprüfung und thermische Analyse sind hier besonders geeignet, um Materialfehler oder Spannungen innerhalb des Kunststoffes festzustellen.
Die volle Schweißnahtprüfung ist eine umfassende zerstörungsfreie Prüfung, bei der die gesamte Länge und Tiefe einer Schweißnaht auf Defekte untersucht wird. Sie ist besonders wichtig in sicherheitskritischen Bereichen, da eine lückenlose Prüfung die Integrität und Festigkeit der Schweißverbindung sicherstellt.
Ja, die zerstörungsfreie Prüfung kann zur Detektion von Wasserstoffversprödung beitragen, insbesondere mit Ultraschall- und Röntgenmethoden, die Risse und andere Schäden aufzeigen, die durch Wasserstoffeinlagerungen im Material verursacht werden.
Für das ZfP-Personal sind spezielle Schulungen und Zertifizierungen erforderlich, wie etwa die Qualifikationen ISO 9712 oder ASNT NDT Level I-III. Diese Schulungen vermitteln das Wissen über die verschiedenen Prüfmethoden und Sicherheitsvorkehrungen und sind Voraussetzung für die Praxis in der ZfP.
Die Materialtemperatur kann die Genauigkeit der zerstörungsfreien Prüfung beeinflussen. Hohe Temperaturen können die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Schallwellen verändern, was die Messergebnisse verfälschen kann. Daher werden häufig Temperaturkompensationsmethoden angewendet.
Ja, die zerstörungsfreie Prüfung kann Materialversagen vorauszusagen helfen, indem sie frühe Anzeichen von Ermüdung, Rissen oder anderen Materialschäden erkennt. So kann präventiv eingegriffen werden, bevor ein Totalausfall eintritt.
Die Oberflächenvorbereitung ist für viele ZfP-Verfahren entscheidend, da eine saubere und glatte Oberfläche die Genauigkeit der Prüfungen erhöht. Unregelmäßigkeiten oder Verunreinigungen können das Signal stören und die Erkennung von Defekten erschweren.
Die zerstörungsfreie Prüfung unterstützt die Wartungsplanung, indem sie frühzeitig Informationen über den Zustand von Bauteilen liefert. So können präventive Wartungsmaßnahmen geplant und ungeplante Ausfälle vermieden werden.
Die Vor-Ort-Prüfung bezeichnet die Durchführung der zerstörungsfreien Prüfung direkt an der Einsatzstelle des Bauteils oder der Anlage. Dies ist erforderlich, wenn die Bauteile zu groß oder zu fest eingebaut sind, um sie in ein Prüflabor zu transportieren.
Die Aussagekraft der ZfP-Ergebnisse hängt vom Einsatzbereich und den Betriebsbedingungen ab. Bei sicherheitskritischen Bauteilen wird oft eine regelmäßige Prüfung durchgeführt, da sich der Zustand durch Belastungen, Temperaturen oder Verschleiß ändern kann.
Die Wahl der ZfP-Methode hängt von mehreren Faktoren ab, darunter die Materialdicke, das Material selbst, die Art der möglichen Defekte und die Anforderungen an die Genauigkeit. Auch Zugänglichkeit und Umgebungsbedingungen spielen eine Rolle bei der Methodenwahl.
Mikroskopische Defekte können durch hochauflösende Verfahren wie die Phased Array Ultraschallprüfung oder Time of Flight Diffraction (TOFD) entdeckt werden, die besonders feine Details und winzige Risse im Material sichtbar machen können.
ZfP-Methoden sind oft sehr präzise, insbesondere bei der Defekterkennung und der Dokumentation des Materialzustands. Während zerstörende Prüfungen detailliertere Daten über die Materialeigenschaften liefern können, ist die ZfP ideal für die kontinuierliche Überwachung der Integrität eines Bauteils.
Ja, die zerstörungsfreie Prüfung kann auch bei sehr kleinen Bauteilen durchgeführt werden, wenn entsprechende Präzisionsmethoden wie die hochfrequente Ultraschallprüfung verwendet werden. Die Größe und Form des Prüfkopfes sowie die Sensortechnik müssen dabei entsprechend angepasst sein.
Ja, die Dichte von Materialien kann durch bestimmte zerstörungsfreie Methoden wie die Durchstrahlungsprüfung überprüft werden. Abweichungen in der Dichte können Hinweise auf Lufteinschlüsse, Poren oder Materialfehler geben.
Welche Sicherheitsvorkehrungen sind bei der Arbeit mit radioaktiven Isotopen in der ZfP erforderlich
Beim Einsatz von radioaktiven Isotopen in der ZfP sind strenge Sicherheitsvorkehrungen erforderlich, wie Abgrenzung des Arbeitsbereichs und spezielle Genehmigungen. Die Anwender müssen entsprechend qualifiziert sein, um den Umgang mit Strahlung sicher zu gewährleisten.
Die zerstörungsfreie Prüfung von Kunststoffen wird häufig durch Ultraschall-, Röntgen- oder thermische Prüfmethoden realisiert, um Defekte, innere Spannungen oder Unregelmäßigkeiten zu erkennen. Diese Verfahren sind ideal für die Inspektion von Kunststoffteilen in sicherheitskritischen Anwendungen.
Ja, die Luftfahrtindustrie stellt besonders hohe Anforderungen an ZfP-Prüfer, da höchste Sicherheitsstandards notwendig sind. Zertifizierungen wie EN 4179 oder spezielle Luftfahrtspezifische Qualifikationen sind erforderlich, um die Zuverlässigkeit und Qualität der Prüfungen sicherzustellen.
Das Ziel der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung ist die Erkennung von Defekten oder Schwachstellen in Materialien und Bauteilen, um die Sicherheit, Zuverlässigkeit und Qualität zu gewährleisten. Die ZfP hilft, potenzielle Fehler frühzeitig zu erkennen und so teure Reparaturen oder Ausfälle zu vermeiden.
Typische Einsatzgebiete der zerstörungsfreien Prüfung sind die Luft- und Raumfahrt, Automobilindustrie, Öl- und Gasindustrie, Energieerzeugung sowie Baubranche. Überall dort, wo die Sicherheit und Integrität von Bauteilen entscheidend ist, wird ZfP eingesetzt.
Um das geeignete ZfP-Verfahren für ein Material auszuwählen, werden Faktoren wie Materialart, Dicke, Prüfanforderungen und Art der möglichen Defekte berücksichtigt. Metal Check hilft Ihnen dabei, das beste Verfahren zu bestimmen, wie z. B. Ultraschall-, Durchstrahlungs- oder Magnetpulverprüfung.
Für die Durchführung einer ZfP-Prüfung sind qualifiziertes Personal, geeignete Prüfgeräte und oft eine gründliche Oberflächenvorbereitung des Prüfobjekts nötig. Einige Methoden erfordern besondere Sicherheitsvorkehrungen oder Umgebungsbedingungen, z. B. bei der Nutzung radioaktiver Quellen.
ASME-konforme Prüfungen sind besonders für Unternehmen relevant, die international tätig sind oder Exportanforderungen erfüllen müssen. Mit ASME-Prüfungen kann sichergestellt werden, dass Ihre Bauteile und Anlagen den weltweit anerkannten Qualitäts- und Sicherheitsstandards entsprechen. Metal Check verfügt über qualifiziertes Fachpersonal und erstellt ASME-konforme Prüfprotokolle, die für Audits und Qualitätsnachweise bereitstehen.
Unser Prüflabor bietet umfassende ZfP-Verfahren, modernste Technologien und ein striktes Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO/IEC 17025:2018. Kunden profitieren von einer flexiblen Kapazität für große und kleine Projekte, innovativen Geräten und einer vollständigen normgerechten Dokumentation aller Prüfungen. Für kurzfristige Projekte sind wir flexibel einsetzbar.
Metal Check übernimmt den gesamten Abnahmeprozess inklusive aller erforderlichen Prüfungen. Unsere Experten stellen sicher, dass alle gesetzlichen Anforderungen und Normen erfüllt werden. Zusätzlich erstellen wir umfassende Dokumentationen für die Abnahme und bieten bei Bedarf Schulungen für Ihre eigenen Mitarbeiter, damit diese zukünftige Inspektionen selbst durchführen können.
Unser Technisches Büro unterstützt Unternehmen bei der Planung, Beratung und Dokumentation für ZfP-Projekte. Wir begleiten Projekte von der Auswahl der Prüfverfahren bis zur normgerechten Dokumentation und bieten technische Lösungen für spezielle Herausforderungen.
Die Schweiß- und Prüfaufsicht stellt sicher, dass Schweißarbeiten und Prüfungen normgerecht und nach internationalen Standards ausgeführt werden. Unsere Schweißaufsichtspersonen beraten bei der Wahl des Schweißverfahrens und führen strikte Qualitätskontrollen durch, um eine lückenlose Dokumentation und maximale Sicherheit zu gewährleisten.
Unser Projektmanagement sorgt für die umfassende Planung, Überwachung und Durchführung Ihres Projekts. Wir übernehmen das Kosten- und Risikomanagement, koordinieren alle beteiligten Teams und Abteilungen und stellen eine transparente Nachverfolgung aller Projektphasen sicher.
Schulung & Ausbildung
Unsere Schulungen sind stark praxisorientiert und basieren auf realen Anwendungsfällen aus der ZfP. Alle Schulungen werden nach den neuesten Normen (z. B. EN ISO 9712) durchgeführt und von erfahrenen Dozenten geleitet, die auch in der Praxis tätig sind.
Ja, wir bieten maßgeschneiderte Inhouse-Schulungen an, die direkt beim Kunden vor Ort durchgeführt werden. Diese Schulungen sind speziell auf die Anlagen und Prüfanforderungen des Unternehmens zugeschnitten und bieten eine flexible, effiziente Möglichkeit zur Qualifizierung Ihres Teams.
Unser Schulungsangebot umfasst auch Spezialkurse wie ADR-Schulungen für den sicheren Transport radioaktiver Stoffe und Strahlenschutzkurse für Techniker. Diese sind besonders relevant für Mitarbeiter, die regelmäßig in strahlenexponierten Bereichen arbeiten.
Metal Check bietet regelmäßige Kurstermine an mehreren Standorten an. Für Inhouse-Schulungen und bei ausreichender Teilnehmerzahl können wir auch individuelle Schulungstermine flexibel planen, um den Bedürfnissen unserer Kunden gerecht zu werden.
Akkreditierung nach DIN EN ISO/IEC 17025:2018
Die Akkreditierung nach dieser Norm bestätigt, dass unsere Prüfverfahren höchsten internationalen Qualitätsstandards entsprechen. Sie können sich darauf verlassen, dass die Ergebnisse unserer zerstörungsfreien Prüfungen präzise, zuverlässig und unabhängig sind.
Eine Akkreditierung stellt sicher, dass unser Labor unabhängig begutachtet wird und unsere Prozesse kontinuierlich optimiert werden. Dadurch garantieren wir gleichbleibend hohe Qualitätsstandards, die besonders in sicherheitskritischen Branchen wie der Luftfahrt oder Automobilindustrie von großer Bedeutung sind.
Die Akkreditierung wird in regelmäßigen Abständen durch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) überprüft. Im Rahmen dieser Audits werden sowohl unsere Prüfverfahren als auch unsere internen Prozesse und Qualitätsmanagementsysteme begutachtet. Zusätzlich führen wir interne Audits durch, um sicherzustellen, dass unsere hohen Standards jederzeit eingehalten und kontinuierlich verbessert werden.
Ja, unsere Akkreditierung gilt nicht nur für Prüfungen an unseren Standorten, sondern auch für alle mobil erbrachten Prüfleistungen. Das bedeutet, dass wir Ihnen die gleiche hohe Qualität direkt vor Ort bei Ihren Projekten garantieren können.
Eine akkreditierte Prüfung bedeutet, dass das Labor regelmäßig von einer unabhängigen Stelle überprüft wird, um sicherzustellen, dass die Prüfverfahren höchsten internationalen Standards entsprechen. Bei nicht akkreditierten Prüfungen besteht keine solche Garantie für gleichbleibend hohe Qualität oder die Unabhängigkeit der Ergebnisse.
Unsere Akkreditierung wird von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) vergeben. Die DAkkS führt regelmäßige Audits durch, um sicherzustellen, dass unsere Prozesse und Prüfverfahren den strengen Anforderungen der DIN EN ISO/IEC 17025:2018 entsprechen. Zusätzlich führen wir selbst regelmäßige interne Audits durch, um die Qualität kontinuierlich zu verbessern.
Ja, die Akkreditierung nach DIN EN ISO/IEC 17025:2018 wird international anerkannt. Das bedeutet, dass Prüfberichte und Zertifikate von Metal Check weltweit gültig sind und von Kunden und Behörden gleichermaßen akzeptiert werden.
In sicherheitskritischen Branchen wie der Luftfahrt, der Automobilindustrie und dem Maschinenbau ist die Akkreditierung besonders wichtig, da sie sicherstellt, dass Prüfungen nach den höchsten Qualitätsstandards durchgeführt werden. So können Fehler und Sicherheitsrisiken frühzeitig erkannt und vermieden werden.
Die Akkreditierung im Bereich Durchstrahlungsprüfung gilt für folgende Verfahren:
- Röntgen / Durchstrahlungsprüfung – analog (RT)
- Röntgen / Durchstrahlungsprüfung – digital (RT)
- Korrosions & Ablagerungsprüfung mittels RT (analog/digital)
Die Akkreditierung im Bereich Ultraschallprüfung gilt für folgende Verfahren:
Die Akkreditierung im Bereich Sichtprüfung gilt für folgende Verfahren:
Die Akkreditierung im Bereich Eindringprüfung gilt für folgende Verfahren:
Die Akkreditierung im Bereich Magnetische Prüfung gilt für folgende Verfahren:
Die Akkreditierung im Bereich Mobile Härteprüfung gilt für folgende Verfahren:
Software & Technologie
Metal Check hat die eigene ZfP-Software MCB entwickelt, um den Prozess der Prüfdokumentation zu digitalisieren und zu optimieren. Diese Lösung ersetzt fehleranfällige Tools wie Excel oder Word und bietet eine präzise, effiziente und flexible Erfassung von Prüfergebnissen. Dank der modularen Struktur kann die Software individuell an die Bedürfnisse der Kunden angepasst werden, während die Inhouse-Entwicklung sicherstellt, dass alle branchenspezifischen Anforderungen nahtlos integriert sind. Seit 2015 ist die Software erprobt, zuverlässig und zukunftsorientiert.
Unser Hosting erfolgt in einem zertifizierten Rechenzentrum in Deutschland. Dadurch profitieren Sie von den strengen deutschen Datenschutzbestimmungen und können sicher sein, dass Ihre Daten jederzeit den Anforderungen der DSGVO entsprechen. Die Cloud-Infrastruktur bietet zudem eine flexible Skalierbarkeit, sodass die Software mit Ihren Anforderungen wachsen kann, ohne dass Sie sich um Speicherplatz oder Kapazität kümmern müssen.
Die Sicherung der Kundendaten erfolgt durch regelmäßige Backups, die nach der 3-2-1 Backup-Strategie durchgeführt werden. Diese Strategie gewährleistet höchste Datensicherheit und Schutz vor Datenverlust:
- 3 Kopien der Daten: Es werden insgesamt drei Kopien der Daten angefertigt – eine Hauptkopie und zwei Backups.
- 2 verschiedene Speichermedien: Die Daten werden auf mindestens zwei unterschiedlichen Speichermedien abgelegt, um das Risiko eines Datenverlustes durch Fehler in einem Medium zu minimieren.
- 1 Kopie an einem externen Standort: Eine der Sicherungskopien wird an einem sicheren, externen Standort gespeichert, um vor physischen Schäden wie Feuer oder Hochwasser zu schützen.
Diese Methode stellt sicher, dass die Kundendaten jederzeit geschützt sind und im Falle eines Systemausfalls oder unvorhergesehener Ereignisse zuverlässig wiederhergestellt werden können.
Unsere ZfP-Software ist speziell auf die Anforderungen der zerstörungsfreien Prüfung zugeschnitten und bietet zahlreiche Funktionen welche für die ZfP-Branche entwickelt wurden. Dazu zählen eine integrierte Prüfpersonalverwaltung, automatische Prüfberichtsnummernvergabe, digitale Signaturen, eine umfassende Dokumentenverwaltung und eine benutzerfreundliche Cloud-Plattform für den sicheren Zugriff auf Prüfergebnisse. Da die Software direkt in einem ZfP Unternehmen entwickelt wird, profitieren Kunden vom direkten Know How der Branche.
Die ZfP-Software von Metal Check wurde so entwickelt, dass alle Prüfdokumentationen automatisch den relevanten Normen entsprechen, z. B. DIN EN ISO 9712. Die Software gewährleistet eine strukturierte, konsistente und revisionssichere Dokumentation, die alle Anforderungen an die Normkonformität erfüllt.
Die ZfP-Software wird in drei Lizenzmodellen angeboten: Basic NDT, Advanced NDT und Premium NDT. Basic bietet eine standardisierte Lösung mit Grundfunktionen, Advanced erlaubt benutzerdefinierte Prüfprotokolle, und Premium umfasst vollständig angepasste Programmanpassungen für spezifische Kundenanforderungen.
Ja, die ZfP Software ist flexibel und modular aufgebaut, bestehende Daten können bei Bedarf unkompliziert importiert werden, was den Start und die Nutzung des Systems erleichtert. Zusätzlich können Schnittstellen für den Datenaustausch und die Kompatibilität mit anderen Systemen nach Kundenanforderung entwickelt werden.
Die ZfP-Software bietet eine vollständig digitale Lösung für Prüfprozesse, einschließlich automatisierter Dokumentation, digitaler Signaturen und eines webbasierten Kundenzugangs. Diese Funktionen ermöglichen eine nahtlose, papierlose und hocheffiziente Arbeitsweise, die den Anforderungen an ZfP 4.0 entspricht.
Kunden können sich über ein kostenloses Benutzerkonto in der Metal Check ZfP Software einloggen und auf alle eigenen Prüfberichte zugreifen - Online-Viewer.
Sie haben die Möglichkeit, Dokumente jederzeit und weltweit einzusehen, herunterzuladen oder freizugeben, was den Zugriff und die Zusammenarbeit erheblich vereinfacht.
Ja, mit der Premium NDT-Lizenz ist eine individuelle Anpassung möglich. Kunden können kundenspezifische Protokollvorlagen, zusätzliche Module und andere maßgeschneiderte Funktionen integrieren lassen, um die Software perfekt an ihre internen Prozesse anzupassen.
Die Software unterstützt eine umfassende Dokumentenverwaltung und kann Normen, Prüfprotokolle, Handbücher, Zertifikate, Arbeitsanweisungen und mehr speichern. Alle Dokumente sind revisionssicher und mit einer Versionskontrolle versehen, was eine vollständige Nachverfolgbarkeit gewährleistet.
Das Principle of Least Privilege (PoLP) ist ein Sicherheitskonzept, das besagt, dass jeder Benutzer, jedes System und jede Anwendung nur die minimalen Berechtigungen erhalten sollte, die für die Erfüllung ihrer Aufgaben notwendig sind. Durch die Einschränkung der Berechtigungen auf das absolut Notwendige wird das Risiko verringert, dass unbefugter Zugriff oder böswillige Aktivitäten die Sicherheit des gesamten Systems beeinträchtigen.
Das PoLP-Prinzip wird häufig in IT-Sicherheitsrichtlinien angewandt, um die Sicherheit in Netzwerken, Datenbanken und Anwendungen zu erhöhen. Beispielsweise würde ein Mitarbeiter, der nur Leserechte auf bestimmte Daten benötigt, keine Schreibrechte erhalten, um unbefugte Änderungen zu verhindern. Indem die Zugriffsrechte begrenzt werden, lassen sich potenzielle Schäden durch fehlerhafte Zugriffe oder Cyberangriffe minimieren.
Das Prinzip des geringsten Privilegs ist eine grundlegende Sicherheitsstrategie und wird häufig in Kombination mit anderen Sicherheitskonzepten wie Role-Based Access Control (RBAC) und Multi-Factor Authentication (MFA) eingesetzt, um die gesamte Zugriffskontrolle in einer Organisation zu verbessern.